Bodega Verdevique
Das Weingut von Vater Antonio und Sohn Alberto Garcia liegt versteckt in der Sierra de la Contraviesa, nur 15 Kilometer Luftlinie vom Mittelmeer entfernt. Von hier aus erhält man einen guten Blick auf den größeren Gebirgszug der Sierra Nevada, deren 3000er-Gipfel im Winter mit Schnee bedeckt sind.
Das Terroir ist einzigartig und trägt sicher dazu bei, dass die Weine von Garcia de Verdevique so außergewöhnlich sind.
Zum einen haben wir es mit einer für Europa ungewöhnlichen Hochlage zu tun: Die Weinberge der Garcias liegen auf 1150 bis 1400 m – auf dem ganzen Kontinent finden sich kaum höhere Lagen. Einige Parzellen sind mit dem Traktor nicht befahrbar bzw. zu erreichen, weshalb Sohn Antonio sie vor dem Frühjahr ganz traditionell mit Pferden umpflügt. Zum anderen sind die Rebstöcke größtenteils sehr alt, die meisten um die 80 Jahre, manche sogar bis zu 120 Jahre. Ihre Erträge sind geringer, als das bei jungen Reben der Fall ist. Allerdings reichen die Wurzeln der alten Stöcke tiefer und sind so in der Lage, mehr Mineralstoffe aus dem Boden zu ziehen.
Darüber hinaus tut der Schieferboden das seine, um die Erträge gering, aber die Qualitäten hoch zu halten. Aus sechs Hektar Rebland keltern die Garcias je nach Jahresernte zwischen 15.000 und 20.000 Flaschen. In fruchtbareren Regionen Nordspaniens oder Mitteleuropas liegt die Ausbeute im Vergleich schnell mal um ein Dreifaches höher. Last but nor least, sind die Weinmacher selbst ein Teil des Terroirs: Seit vielen Generationen bestellt die Familie Garcia dieses Fleckchen Erde, das Wissen darum wird von der einen auf die
andere Generation übertragen.
Nicht nur die geografischen und klimatischen Umstände sind speziell, sondern auch die Weinbereitung: Antonio und Alberto Garcia keltern nämlich Naturweine. Neben einer biologischen Landwirtschaft, die auf den Einsatz von Kunstdüngern und Spritzmitteln verzichtet, bezieht sich der Begriff “Naturwein” vor allem auf die Arbeit im Weinkeller: Die Rot- und Weißweine werden mit Naturhefen (spontan) vergoren, das heißt ohne Zugabe von Reinzuchthefen. Ferner unterlassen die Garcias das Schwefeln und Schönen ihrer Weine.